Malerei – 1900 bis 1945 | Städtische Galerie Dresden – Kunstsammlung

Malerei – 1900 bis 1945

In der Zeit um 1900 erlebten Kunst und Kunstpflege in Dresden einen Aufschwung, der seinen Niederschlag auch im städtischen Kunsterwerb fand. Einige Gemälde aus diesen Jahren gehören bis heute zu den Höhepunkten der Sammlung. Seit 1919 kam eine Auswahl von Werken des Expressionismus sowie der Neuen Sachlichkeit in die städtische Sammlung, die jedoch in großen Teilen während der Aktion „Entartete Kunst“ wieder entfernt wurde. Ein Verlust, der bis heute zu spüren ist. Später gelang es, einige Werke dieser Zeit wieder zu erwerben. So können der „Hirtenjunge“ von Wilhelm Heckrott und als Dauerleihgabe „Badende am Waldsee“ von Otto Mueller präsentiert werden.

Curt Querner (1904–1976)

Selbstbildnis mit Distel, 1938

Öl auf Leinwand, 112 x 73 cm, Inv.-Nr. 1948/79

Die Auseinandersetzung mit der malerischen Tradition war bestimmendes Element in Curt Querners Werk. Nach 1933 zog sich der Künstler oft in das elterliche Haus nach Börnchen zurück, wo auch dieses, auf Dürers jugendliches Selbstbildnis mit Distel bezogene Gemälde entstand. Die im Hintergrund erkennbare Bodenkammer sollte nach dem Krieg bis ins hohe Alter Querners Atelier werden.