Malerei – 1900 bis 1945 | Städtische Galerie Dresden – Kunstsammlung

Malerei – 1900 bis 1945

In der Zeit um 1900 erlebten Kunst und Kunstpflege in Dresden einen Aufschwung, der seinen Niederschlag auch im städtischen Kunsterwerb fand. Einige Gemälde aus diesen Jahren gehören bis heute zu den Höhepunkten der Sammlung. Seit 1919 kam eine Auswahl von Werken des Expressionismus sowie der Neuen Sachlichkeit in die städtische Sammlung, die jedoch in großen Teilen während der Aktion „Entartete Kunst“ wieder entfernt wurde. Ein Verlust, der bis heute zu spüren ist. Später gelang es, einige Werke dieser Zeit wieder zu erwerben. So können der „Hirtenjunge“ von Wilhelm Heckrott und als Dauerleihgabe „Badende am Waldsee“ von Otto Mueller präsentiert werden.

Pol Cassel (1892–1945)

Bildnis Frau Glaser, 1926

Öl auf Leinwand, 104 x 85 cm, Inv.-Nr. 1965/26

Als Mitglied der Dresdner Sezession 1919 nahm Pol Cassel an der aktuellen Kunstentwicklung regen Anteil. Mit seiner Familie lebte er in der Sächsischen Schweiz und beschwor dort in Stilleben und Landschaften eine idyllisch-romantische Welt. Seine Porträts von geistvoller Schärfe zeigen die Orientierung an Otto Dix, der die Familie des progressiven Kunstsammlers und Juristen Dr. Glaser ein Jahr zuvor porträtiert hatte.