Malerei – 1900 bis 1945 | Städtische Galerie Dresden – Kunstsammlung

Malerei – 1900 bis 1945

In der Zeit um 1900 erlebten Kunst und Kunstpflege in Dresden einen Aufschwung, der seinen Niederschlag auch im städtischen Kunsterwerb fand. Einige Gemälde aus diesen Jahren gehören bis heute zu den Höhepunkten der Sammlung. Seit 1919 kam eine Auswahl von Werken des Expressionismus sowie der Neuen Sachlichkeit in die städtische Sammlung, die jedoch in großen Teilen während der Aktion „Entartete Kunst“ wieder entfernt wurde. Ein Verlust, der bis heute zu spüren ist. Später gelang es, einige Werke dieser Zeit wieder zu erwerben. So können der „Hirtenjunge“ von Wilhelm Heckrott und als Dauerleihgabe „Badende am Waldsee“ von Otto Mueller präsentiert werden.

Otto Dix (1891–1969)

Selbstbildnis, 1912

Öl auf geprägtem Malkarton, 55 x 27,7 cm, Inv.-Nr. 1997/k 189

Die Bildnisstudie stammt aus dem Nachlass des Elfenbeinbildhauers Rudolf Räder, der mit Otto Dix an der Kunstgewerbeschule studiert hatte. 1909 hatte Dix als 18-jähriger Dekorationsmaler seine Ausbildung in Dresden begonnen. Als eines der frühesten in der langen Reihe seiner Selbstbildnisse weist das Gemälde mit dem präzisen zeichnerischen Aufbau bereits auf Dix' Auseinandersetzung mit der Malerei der Frührenaissance hin.