16. Februar bis 30. Mai 2010

Neue Galerie: Erika Streit - das frühe Werk
Zum hundertsten Geburtstag der Künstlerin


Am 1. März begeht die Malerin Erika Streit ihren 100. Geburtstag. Ihr frühes Werk hat eine besondere Beziehung zu Dresden, denn von 1930 bis 1933 studierte sie an der Dresdner Kunstakademie bei Richard Müller und später bei Otto Dix. Intensiv setzte sie sich in dieser Zeit mit dem Bild des Menschen und mit der künstlerischen Sprache der Neuen Sachlichkeit auseinander und schuf zahlreiche einfühlsame Porträts und Aktdarstellungen.
Nach Aufenthalten in Paris kehrte Erika Streit 1939 an die Dresdner Akademie zurück und widmete sich bis 1942 noch einmal speziell dem Anatomiestudium und der Wandmalerei. Bis zu ihrer Übersiedlung in die Schweiz im Herbst 1943 entstanden noch einmal eine Reihe von Zeichnungen und Selbstbildnissen, die stilistisch an die frühen 1930er Jahre anschließen.

Die Ausstellung setzt die mit den Werken Willy Wolffs und Ernst Bursches begonnene Präsentation von Künstlern aus dem Kreis der ehemaligen Dix-Schüler fort.


Erika Streit, Schiffskoch, Öl auf Sperrholz, 67 x 47,5 cm, bez. u. re.: 1933 E. St., Förderverein Otto-Dix-Haus Hemmenhofen








12. Februar bis 16. Mai 2010


Hans Jüchser – Friedrich Press
Bekenntnis in Form und Farbe


Die erste Sonderausstellung der Städtischen Galerie 2010 ist den beiden eng mit Dresden verbundenen Künstlern Hans Jüchser und Friedrich Press gewidmet. Der Maler und Grafiker Hans Jüchser (1894-1977) zählt zu den wichtigen Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Dresden. Geprägt von seinen Lehrern Otto Hettner und Ludwig von Hofmann an der Dresdner Kunstakademie und inspiriert von Paul Cézanne, Pablo Picasso und Henri Matisse entwickelte Jüchser eine koloristisch verfeinerte und subtile Bildsprache, die in der Tradition der Dresdner Malkultur steht. Nuancenreiche, dabei sorgsam aufeinander abgestimmte Tonwerte sind für seine Malerei charakteristisch und zeigen seinen souveränen Umgang mit der Farbe. Die vertraute Wachwitzer Landschaft, ihm nahestehende Menschen sowie Gegenstände des alltäglichen Lebens bestimmten die Motivwelt seiner Gemälde. Porträts, Figurenbilder und Stilleben stehen im Zentrum der Ausstellung. Daneben veranschaulichen Bilder zu biblischen Themen und eine kleine Reihe von Arbeiten mit Masken, Clowns und Harlekinen die thematische Vielfalt des malerischen Spätwerkes. Der im westfälischen Ascheberg geborene Friedrich Press (1904-1990) studierte bei Georg Wrba an der Dresdner Kunstakademie. Von 1935 an lebte und arbeitete er in Dresden. Sein bildhauerisches Werk umfasst Grab- und Denkmale, Gestaltungen für evangelische und katholische Kirchen sowie eine umfangreiche Zahl an Einzelplastiken. Ab Mitte der 1950er Jahre entwickelte Press allmählich eine formal reduzierte und abstrahierte Formensprache, die sein spätes Werk kennzeichnet. Im Mittelpunkt seines Schaffens standen Christus-, Marien- und Mutter-Kind-Darstellungen, die durch einen verdichteten, zeichenhaften Ausdruck charakterisiert sind und mittels derer Press die menschliche Dimension wesentlicher Glaubensinhalte visualisierte. Die Ausstellung präsentiert Gemälde, Skulpturen und ausgewählte Arbeiten auf Papier der beiden Künstler aus öffentlichen und privaten Sammlungen Deutschlands.

Im Rahmen der Ausstellung erscheint ein Katalog zu Hans Jüchser mit Beiträgen von Gisbert Porstmann, Karin Müller-Kelwing und Linda Karohl.







Hans Jüchser, Helga mit schwarzem Tuch und Picasso-Bild, 1963, Öl auf Leinwand, 65 x 50 cm, bez. u.r.: Jüchser. 63., Privatbesitz Berlin, Foto: Herbert Boswank, Dresden, © VG Bild-Kunst Bonn 2010








15. Oktober 2009 bis 17. Januar 2010

Memory.
Malerei von Martin Mannig


In der Reihe Neue Galerie stellen wir ausgewählte Einzelpositionen, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.

Für die Arbeit von Martin Mannig sind nicht nur die Protagonisten seines persönlichen Bilderkosmos wichtig, mit dem er ein Potpourri von Figuren entfaltet, die uns aus Volkskunst, Märchen, Comic, Independentfilm oder auch als Tattoo-Motiv bekannt vorkommen. Bewusst und präzise entwickelt Mannig auch das formale Prinzip seiner Kompositionen, das Mischen, Ordnen, Aufdecken und Zueinandersetzen der Bildelemente. Während er im kleinen Format die einzelne Figur als Porträt inszeniert, legt er auf großen Leinwänden, ähnlich wie Daten auf einem Speicherchip, Figuren ab, setzt neue hinzu oder überschreibt alte. Wahrnehmbar als Schichtungen und Auswischungen entstehen dichte Bildwelten, ähnlich den Erinnerungen in unserem Gedächtnis, einmal vage und unscharf, ein andermal deutlich und klar.


Martin Mannig
geb. 1974 in Freiberg
1998 - 2004 Studium an der HfBK Dresden
2004 - 2006 Meisterstudium bei Prof. Ralf Kerbach
lebt und arbeitet in Dresden




Martin Mannig, Zyklop B., Öl und Eitempera auf Leinwand, 2009, 100 x 80 cm








3. Oktober 2009 bis 10.Januar 2010

Predigt in Bildern
Ein wiederentdeckter Gemäldezyklus aus der Dresdner Sophienkirche


Die Herbstausstellung der Städtischen Galerie widmet sich in diesem Jahr einem interessanten eigenen Bestand: Bereits im 19. Jahrhundert wurden dem Verein für Geschichte und Topographie Dresdens als Vorläufer der Städtischen Sammlungen Kunstwerke aus der Sophienkirche übergeben, die nach der neugotischen Umgestaltung im Kirchenraum keinen Platz mehr fanden. Dazu gehört ein Gemäldezyklus aus dem Jahr 1625 von Zacharias Wagner und Sigmundt Bergk, der einst die Brüstungen der Emporen schmückte. Nur ein Teil dieser raren Zeugnisse künstlerischer Tätigkeit in Dresden in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ist heute noch erhalten. Durch die Wirren der Zeit stark beschädigt, konnten diese Bildtafeln in den letzten Jahren mit der Unterstützung eines privaten Sponsors restauriert werden. Neun der ursprünglich 18 Bilder mit Szenen aus dem Leben Jesu und fünf dekorative Schrifttafeln stehen nun im Mittelpunkt eines kleinen Überblicks zur regionalen Malerei im Kirchenraum des frühen 17. Jahrhunderts. Diesen bilden vor allem Leihgaben aus Kirchgemeinden des Dresdner Umlandes, u.a. eine ebenfalls 1625 entstandene Folge von Emporengemälden des Malers Hans Panitz aus der evangelischen Wolfgangskirche in Glashütte. Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck von der Popularität der Ausgestaltung von Kirchenräumen mit biblischen Historien und von der Malerei in Dresden in der Zeit des dreißig-jährigen Krieges. Die Städtische Galerie nimmt die Präsentation der Bilder aus der Sophienkirche zum Anlass, alle in ihrem Bestand befindlichen, ehemals zur Ausstattung dieses Kirchenraumes gehörigen Objekte der Öffentlichkeit vorzustellen. Dazu gehören vor allem Skulpturen und Fragmente der Bauplastik, die beim Abriss des beschädigten Kirchenbaues 1962 bis 1964 geborgen werden konnten. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.




Sigmundt Bergk, Jesu Taufe im Jordan, Tempera mit Öllasuren auf Holz, 71,5 x 177,5 cm Foto: Herbert Boswank, Dresden



Zacharias Wagner, Die heilige Familie auf der Flucht nach Ägypten, 1625, Öl auf Holz, 70,5 x 172,5 cm Foto: Herbert Boswank, Dresden




25. Juni bis 27. September 2009

Bündnis der Freundschaft - Das Carus-Album.
Eine Porträtsammlung und ihre Geschichte


In der Reihe Neue Galerie stellen wir ausgewählte Einzelpositionen, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.

Im Bestand der Städtischen Galerie Dresden befindet sich eine einzigartige Porträtsammlung von Künstlerbildnissen des 18. und 19. Jahrhunderts – das so genannte Carus-Album. Seine Geschichte ist spannend und wechselhaft. Angelegt wurde das Album vermutlich von dem Dresdner Künstler Jacob Seydelmann und seiner Frau. Apollonia Seydelmann, selbst Miniaturmalerin, unterhielt in Dresden einen Salon, in dem sich Künstler, Schriftsteller und Gelehrte trafen.
Die Sammlung enthielt Zeichnungen von Freunden und Künstlerkollegen des Paares, darunter das berühmte Dresdner Selbstbildnis von Caspar David Friedrich und ein Selbstbildnis der Künstlerin Caroline Bardua, das einzige eigenhändige Frauenbildnis im Album.
1856 erwarb der Maler, Arzt und Kunstsammler Carl Gustav Carus die Porträtsammlung und erweiterte das Album um Bildnisse jener Künstler, denen er persönlich verbunden und die ihm als künstlerische Vorbilder wichtig waren. So kamen die Selbstporträts von Georg Friedrich Kersting, Johan Christian Clausen Dahl und Carl Vogel von Vogelstein hinzu. Auch sein eigenes Porträt fügte Carus ein. Ende des 19. Jahrhunderts gelangte das Album aus dem Nachlass Carus in die Städtischen Sammlungen und wurde in den Ausstellungsräumen des Stadtmuseums präsentiert.
Im Laufe der Jahre geriet die einst hoch geschätzte Sammlung aus dem Blickfeld von Forschung und Öffentlichkeit. Erstmals seit Kriegsende werden nun alle 37 Bildnisse wieder in einer Ausstellung zu sehen sein.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, in dem alle Zeichnungen abgebildet und wieder als Album vereint sind.




unbekannter Künstler, Bildnis Anton Raphael Mengs, 22,5 x 23,3, schwarze Kreide auf getöntem Papier, Inv.Nr. 1978/k 176








12. Juni bis 6. September 2009

hinsehen
Malerei und Zeichnung von Gerda Lepke


Flüchtige Spritzer, kreisende Schwünge und energisch gesetzte Pinselhiebe bestimmen Gerda Lepkes Werk. Aus den vielen, frei schwingenden und scheinbar ziellosen Strichen entstehen flirrende Farbstrukturen, die in der Gesamtschau mal eine Landschaft, einen Himmelsausschnitt, mal ein Porträt oder eine Skulptur neu erschaffen.
Auf den ersten Blick wirken Gerda Lepkes Werke abstrakt. Die formal offenen Linienbündel orientieren sich jedoch immer am Gegenstand, den die Künstlerin im Schaffensprozess vor Augen hatte. In diesem Changieren zwischen freier, vehement ausgeführter Formgestaltung einerseits und einer stets zugrunde liegenden Ordnung andererseits hat Gerda Lepke ihre unverwechselbare Bildsprache gefunden.

Die Städtische Galerie Dresden widmet Gerda Lepkes konsistentem Werk eine Ausstellung und einen umfangreichen Katalog. Sie geben Einblick in die verschiedenen Phasen und Themen ihres Schaffens.

Die 1939 geborene Künstlerin hat von 1966 bis 1971 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Malerei und Grafik studiert. Sie lebt heute in Gera und Dresden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (siehe Publikationen) mit Beiträgen von Sibylle Badstübner-Gröger, Carolin Quermann und einem Gespräch zwischen Gerda Lepke und Günter Baby Sommer. Der Katalog (18 EUR) ist im Museumsshop im Landhaus erhältlich.


Gerda Lepke, Landschaft mit hohem Himmel, 110 x 100 cm, Öl auf Leinwand, Leihgabe der Künstlerin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009









23. April bis 15. Juni 2009

Hegenbarth-Stipendiaten 2008
Stefan Eichhorn und Franziska Leonhardi


In der Reihe Neue Galerie stellen wir ausgewählte Einzelpositionen, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.

Seit 1996 schreibt die Stiftung für Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Dresden jährlich zwei Hegenbarth-Stipendien für Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste Dresden aus. Die Preisträger des Jahres 2008 sind Stefan Eichhorn und Franziska Leonhardi. Beide Künstler präsentieren vom 23. April bis zum 15. Juni ihre im Rahmen des
12-monatigen Projektstipendiums entstandenen Werke in der Neuen Galerie der Städtischen Galerie Dresden.
Stefan Eichhorn beschäftigt sich in seinen Objekten und Rauminterventionen mit Formen von Architektur und industriellem Design. Für die Ausstellung plant er unter dem Titel „Spaceship One“ eine mehrteilige Skulptur, deren Konzept auf der Auseinandersetzung mit einem in den USA ausgeschriebenen Wettbewerb um die private Entwicklung eines funktionsfähigen Raumschiffes basiert.
Im Schaffen von Franziska Leonhardi bilden Collage und Scherenschnitt, Gouache und Bleistiftzeichnung ein Spannungsfeld der künstlerischen Ausdrucksmittel. Ihr neuestes Projekt ist ein Silhouettenfilm, in dem sie einen indianischen Mythos erzählt. Dabei hebt sie Bildgrenzen auf und verlagert die Erzählung durch theatrale Szenen in den realen Raum.
Gleichzeitig mit der Ausstellungseröffnung werden am 22. April um 19 Uhr die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben.

Stefan Eichhorn
geb. 1980 in Dresden
2001-07 Studium der Bildenden Kunst an der HfBK Dresden
seit 2007 Meisterschüler bei Martin Honert

Franziska Leonhardi
geb. 1980 in Halle/Saale
2001-06 Studium der Malerei, Grafik und anderer bildnerischer Medien an der HfBK Dresden
2006-08 Meisterschülerin bei Ralf Kerbach


Franziska Leonhardi, Diorama/ Ausschnitt Reitersilhouette, 2007/08, Pergamenthaut, Tusche, Format DIN A3








6. Februar bis 10. Mai 2009

Stille. Holzrisse und Gemälde von Werner Wittig

Werner Wittig zählt zu den wichtigsten sächsischen Künstlern seiner Generation. Vor allem mit seinen Farbholzrissen wurde er deutschlandweit bekannt und mit zahlreichen Preisen geehrt.
In der Druckgrafik ebenso wie in seinen Gemälden zeigt sich ein subtiles Empfinden für farbig präzise abgestimmte Tonwerte. Um diese zu erreichen, entwickelte Werner Wittig die selten angewandte Technik des Holzrisses weiter und perfektionierte sie mit eigenen gestalterischen Mitteln. In Verbindung mit ausgeklügelten Druckabläufen ermöglicht diese Technik ausgeprägte malerische Effekte feinster Nuancierungen. In seinen seit 1975 entstehenden farbigen Holzrissen von bis zu sieben Druckstöcken in ebenso vielen Farben kommt dies besonders zum Tragen.
Die Malerei war Wittigs künstlerisches Fundament und ist bis heute Kontrapunkt zur Grafik geblieben. In diesem Metier lotet er die Optionen seiner Bildmotive ebenso aus wie die farbige Palette. Seine Arbeiten erscheinen durch ihren zurückhaltenden, fast intimen Charakter als substanzielle, unverwechselbare Position in der aktuellen Kunstlandschaft. Mit der Kombination der Genres Landschaft und Stilleben hat Werner Wittig um 1976 sein inhaltliches Hauptthema gefunden. Nicht zuletzt die beeindruckende motivische und stilistische Kontinuität sichert seinem Werk einen festen Platz in der zeitgenössischen Kunst.
Die gemeinsame Schau seiner Malerei und Grafik gibt einen Überblick zu den Hauptwerken aus mehr als fünfzig Jahren künstlerischer Arbeit. Damit bietet sie nicht nur konzentrierten ästhetischen Genuss sondern ermöglicht auch Aufschluss über formale und motivische Zusammenhänge im Schaffen des Künstlers.

Werner Wittig wurde 1930 in Chemnitz geboren. 1952-57 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, u.a. bei Max Schwimmer und Hans Theo Richter. Bereits 1958 erhielt er den Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau. Von der Sächsischen Akademie der Künste wurde ihm 2000 der Hans-Theo-Richter-Preis verliehen. Seit fünfzig Jahren lebt und arbeitet Werner Wittig in Radebeul.

Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog (siehe Publikationen) sowie ein Neudruck eines Holzrisses von 1970 (50 EUR) und ein originalgrafisches Künstlerplakat (30 EUR), die im Museumsshop im Landhaus erhältlich sind.



Werner Wittig, Die Sonne kommt, 2008, Öl auf Leinwand, 40 x 40 cm









10. Dezember 2008 bis 29. März 2009

Thomas Ranft entdeckt H.P.
Eine Ausstellung über die Macht der Phantasie



In der Reihe Neue Galerie stellen wir ausgewählte Einzelpositionen, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.

Während seiner künstlerischen Arbeit stieß der Zeichner Thomas Ranft auf die mysteriöse Person des H.P. Der Fund begeisterte ihn sofort. Altes faserhaltiges Papier wird zum Träger verwunschener, miniaturhaft kleiner Eislandschaften. Durch minimale zeichnerische Interventionen entstehen Berge, Eisschollen, ein Horizont. Die außerordentlich feinen Zeichnungen bilden eine Serie von insgesamt 365 Arbeiten – einen Jahreszyklus. Die Blätter sowie einige gezeichnete Karten scheinen eine Polarreise zu dokumentieren. Die sensibel gestalteten Landschaften fordern vom Betrachter Nähe ein, führen ihn dann aber in die weite Ferne eisiger Gefilde en miniature.

Zur Ausstellung erscheint ein Künstlerbuch von Thomas Ranft.


Thomas Ranft, „Das Rätsel H.P.“, 2008, Buntstift und Bleistift auf Pappe, 34,7 x 24,9 cm








25. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009

Britta Jonas – Die Kreistänze der Papagoyen
2. DREWAG-Preis für Gegenwartskunst


Britta Jonas ist die diesjährige Preisträgerin des DREWAG-Preises für Gegenwartskunst. In ihren Skulpturen und Installationen verarbeitet sie unterschiedliche kulturelle Anregungen von erzgebirgischer Volkskunst bis zum japanischen Nô-Theater. Aus Materialien wie Holz und Rattan formt die Künstlerin Figurenbilder und komponiert diese zu komplexen Rauminstallationen. Dabei entwickeln ihre Motive spannende inhaltliche Wechselbeziehungen und thematisieren auf humorvolle und hintergründige Art aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen.

In der Preisträgerausstellung präsentiert Britta Jonas mit Werken aus den Jahren 2002 bis 2008 einen Querschnitt ihres künstlerischen Schaffens. So erwarten die Besucher in den Ausstellungsräumen raumgreifende Wandinstallationen, phantasiereiche geflochtene Figuren und Animationsfilme.

Ihre neueste Arbeit, die Figurengruppe der „Papagoyen“, verleiht dem Titel und der Ausstellung etwas Geheimnisvolles. Die Künstlerin greift hier einen alten Begriff des Vogelschießens bei Schützenfesten auf. Als Papagoy bezeichnete man die aus kunstvoll ausgesägten und bemalten Holzteilen bestehende Zielscheibe in Form eines Vogels. Britta Jonas entwirft auf der Grundlage dieser Idee exotische Mischwesen, die in ihrer rätselhaften Erscheinung die Phantasie der Betrachter anregen.

Britta Jonas wurde 1972 im hessischen Groß-Gerau geboren und studierte von 1998 bis 2003 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Von 2003 bis 2005 war sie Meisterschülerin von Professor Martin Honert, seitdem lebt und arbeitet sie in Dresden.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (siehe Publikationen).



Britta Jonas, Ochsenwagen, 2008 (Detail), Bast, Schnur, Eisen, Holz, Lack, Holzlasur, Rattan, ca. 215 x 460 x 110 cm, Foto: Sandra Schuck








11. Juli bis 19. Oktober 2008

Neue Galerie: Neue Erwerbungen zeitgenössischer Kunst


In der Reihe Neue Galerie stellen wir ausgewählte Einzelpositionen, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.

Die Städtische Galerie Dresden betreut nicht nur die städtische Kunstsammlung, zu ihren Aufgaben gehört auch das Weiterführen der Sammlungen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Ankauf von Kunstwerken der Gegenwart. Um dieses Engagement für die zeitgenössische Kunst in vollem Umfang einzulösen zu können, wurde zur Eröffnung der Galerie mit der Unterstützung von zehn international bekannten Künstlern, u.a. Franz Ackermann, Manfred Pernice, Eberhard Havekost, Olaf Nicolai und Thomas Scheibitz, eine Grafik-Edition aufgelegt. Der Verkaufserlös dieser Edition dient dem Erwerb aktueller Kunst für unsere Sammlung.

Im Projektraum Neue Galerie stellen wir vom 11. Juli bis zum 19. Oktober 2008 einige unserer Erwerbungen aus den letzten beiden Jahren vor, darunter Werke von Theo Boettger, Eberhard Bosslet, Andreas Hildebrandt, Olaf Holzapfel und Sophia Schama.


Andreas Hildebrandt, Kanal, 2007,
Öl und Eitempera auf Leinwand, 170 x 150 cm












25. Juli bis 28. September 2008

50 Jahre Grafikwerkstatt Dresden
Im Refugium ein Universum.


Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die künstlerische Produktion einer der größten Grafikdruckereien Deutschlands. 1958 gründeten junge Künstler aus Dresden eine Druckwerkstatt, um unter den schwierigen materiellen und kulturpolitischen Bedingungen der Aufbauzeit der DDR selbständig drucken zu können. Die Einrichtung wurde schon bald zum Treffpunkt und Arbeitsplatz vieler Grafiker. Mitte der 1960er Jahre übernahmen professionelle Drucker ihre Leitung. Die Werkstatt hat sich unter wandelnden politischen Verhältnissen nicht nur behauptet, sondern ist zu einem internationalen Zentrum für Druckgrafik geworden.

In fünf Jahrzehnten haben in der Grafikwerkstatt Dresden mehr als 600 Künstlerinnen und Künstler gearbeitet. Sie fanden dort einen lebendigen Ort des Rückzugs, der bis heute gemeinsames Arbeiten und kollegialen Erfahrungsaustausch erlaubt. Das immense künstlerische Schaffen schlägt sich in annähernd 20 000 Belegexemplaren nieder, die eine einzigartige Kunstsammlung darstellen. Rund 150 Werke aus diesem Fundus von mehr als 60 Künstlern sind jetzt erstmalig in der Städtischen Galerie Dresden zu sehen.

In den grafischen Blättern spiegeln sich der Wandel künstlerischer Bildsprachen und Themen sowie die drucktechnische Entwicklung einer ganzen Kunstepoche wider. Bei den frühen Arbeiten der Sammlung handelt es sich um kleinformatige Steindrucke der 1960er und 1970er Jahre, die sich meist mit dem Bild des Menschen auseinandersetzen. Aus den 1980er Jahren stammen viele farbige Offset-Lithografien in großen Formaten. Sie zeugen von der Ausformung abstrakter Bildsprachen und von gesellschaftskritischen Themen in der Kunst der DDR, die in expressivem Gestus umgesetzt wurden. Während aus den 1990er Jahren vermehrt medienkritische und konzeptionelle Arbeiten vorhanden sind, lässt sich für die Gegenwart eine verstärkte Auseinandersetzung mit ästhetischen Aspekten der einzelnen Drucktechniken erkennen.

Die Ausstellung und der umfangreiche Katalog zeigen einen Querschnitt durch das grafische Schaffen Dresdens aus fünfzig Jahren und veranschaulichen damit ein wichtiges Kapitel der jüngeren Kunstgeschichte.



Jürgen Haufe, Jack De Johnette, 1998, Algrafie, 138,5 x 100,0 cm









30. Mai bis 29. Juni 2008

Neue Galerie: Hegenbarth-Stipendiatenausstellung 2007
Svea Duwe und Julia Körner


In der Reihe Neue Galerie stellen wir ausgewählte Einzelpositionen, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.


Bereits seit 1996 schreibt die Stiftung Kunst und Kultur der Stadtsparkasse Dresden jährlich zwei Hegenbarth Stipendien für Meisterschüler der Hochschule für Bildende Künste Dresden aus. Neu ist die Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie, die auf diese Weise junge Positionen ins Haus holt und den Künstlern zugleich ein museales Forum für ihre Arbeiten bietet.
Die Preisträgerinnen des Jahres 2007 sind Svea Duwe und Julia Körner. Die beiden Künstlerinnen werden vom 30. Mai bis zum 29. Juni ihre im Rahmen des 12-monatigen Projektstipendiums entstandenen Werke in der Neuen Galerie präsentieren.
Bildhauerei und Performance, Werkstücke und Prozesse bilden das Spannungsfeld in Svea Duwes Schaffen. In ihrer neuen Videoarbeit „simultan“ wird sie eine Performance zeigen, die am 22. Mai in der Städtischen Galerie stattfindet. Julia Körners aktuelle Bilderserie widmet sich ungeklärten Orten, an denen sich Größenrelationen auflösen, so dass gewohnte Ansichten ins Ungewisse gelenkt werden. Gleichzeitig werden mit der Ausstellungseröffnung am 29. Mai die Preisträger der diesjährigen Ausschreibung bekannt gegeben.

Svea Duwe
geb. 1972 in Erlangen
2001–06 Studium der Bildenden Kunst an der HfBK Dresden
2006–08 Meisterschülerin bei Monika Brandmeier

Julia Körner
geb. 1976 in Heidelberg
2004–06 Studium der Malerei an der HfBK Dresden
2006–08 Meisterschülerin bei Ralf Kerbach



Julia Körner, Ohne Titel, 2008,
Öl und Eitempera auf Leinwand, 60 x 40 cm












5. April bis 29. Juni 2008

Sein und Wesen
Der unbekannte A.R. Penck

Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken


Mit der Unterstützung öffentlicher und privater Förderer konnte die Städtische Galerie Dresden im Herbst 2007 eine umfangreiche Sammlung mit Werken von A.R. Penck (Ralf Winkler) aus dem Besitz des Penck-Jugendfreundes und ehemaligen Galeristen Jürgen Schweinebraden erwerben.
Das Konvolut umfasst etwa 40 Gemälde, Objekte und Assemblagen, 330 Aquarelle und Zeichnungen, 340 Übermalungen, 80 druckgrafische Arbeiten sowie etwa 100 Werke aus dem Umkreis der Künstlergruppe „Lücke“, an deren Entstehung A.R. Penck mitgewirkt hat. Der überwiegende Teil der Sammlung stammt aus der Dresdner Zeit von A.R. Penck, von dessen künstlerischen Anfängen in den 1950er Jahren bis zu dessen Ausreise aus der DDR im August 1980.
In einem ersten Überblick wird die Neuerwerbung nun in zusammenhängender Form der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ausstellung zeigt ein breites Spektrum oft experimenteller Arbeiten aus dem Frühwerk des Künstlers von den 1950er bis Ende der 1970er Jahre.
A.R. Penck wurde 1939 als Ralf Winkler in Dresden geboren. In einem Volkshochschulkurs bei Jürgen Böttcher erhielt er 1953/54 seine erste künstlerische Prägung. In seinen frühen Werken setzte er sich intensiv mit der Kunst von Rembrandt und Picasso auseinander. Um 1960 entwickelte er eine künstlerische Zeichensprache, mit der er Weltruhm erlangen sollte. In der Folge entstanden die sogenannten „Welt-“ und „Systembilder“, und er entwickelte sein „Standart“-System. 1968 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Galerie Michael Werner in Köln und nahm das Pseudonym A.R. Penck an. Seine Bewerbung um die Mitgliedschaft im Verband Bildender Künstler der DDR wurde 1968 abgelehnt. 1971 bis 1976 arbeitete A.R. Penck in der Gruppe „Lücke“ gemeinsam mit künstlerischen Autodidakten an Gemeinschaftsbildern. Öffentliche Ausstellungen blieben ihm in der DDR verwehrt, während er in Westdeutschland und Westeuropa Erfolge feierte. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1972 mit seiner Beteiligung an der documenta 5, ohne dass er selbst je in den Westen reisen durfte. 1973 fand seine erste Einzelausstellung in der DDR in der „EP-Galerie“ von Jürgen Schweinebraden in Berlin statt. 1980 verließ A.R. Penck die DDR und lebt heute überwiegend in Irland.

Es erscheint ein Katalog im Prestel Verlag, München (siehe Publikationen).












21. Februar bis 12. Mai 2008

Neue Galerie: Vom Bodensee zurück nach Dresden –
Eine Schenkung des Malers Herbert Vogt


In der Reihe Neue Galerie stellen wir ausgewählte Einzelpositionen, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.


„Ohne Bilder konnt’ ich nie“, sagt der heute 89-jährige Herbert Vogt, dessen zeichnerisches Talent bereits als Kind in der Oberlausitz aufgefallen war. Von kriegsbedingten Unterbrechungen abgesehen, lebte der Künstler von 1937 bis 1947 in Dresden und zog dann an den Bodensee. In dieser Zeit widmete er sich vor allem dem Porträt und der Landschaft. Selbst als Soldat in Russland skizzierte er Menschen und die dortige Gegend. Einfache Inhalte und ein gedämpfter Farbton prägen seine frühen Werke.
Herbert Vogts spätere Bilder zeigen von 1960 an vorrangig Figuren, oft Badende, die rhythmisch aneinandergereiht sind. Während Vogt anfangs die Figuren noch in einen Naturraum einfügte, entfernte er sich später von jeder Tiefenwirkung, um den Farbwerten ein größeres Gewicht zu verleihen und setzte seine Halbfiguren vor gelben Grund, den er selbst als „säkularisierten Goldgrund“ bezeichnet.
Im vergangenen Jahr hat der Künstler der Städtischen Galerie eine große Auswahl aus seinem Oeuvre geschenkt. In unserem Projektraum „Neue Galerie“ geben wir vom 22. Februar bis zum 12. Mai einen Einblick in das vielseitige künstlerische Schaffen von Herbert Vogt und stellen damit einen Teil seiner Schenkung vor.


Herbert Vogt, Atelier, o.J.,
Tempera auf Pappe, 91,5 x 64,8 cm









6. Oktober 2007 bis 24. Februar 2008

»Günter Horlbeck – 40 Jahre Dresden«
Malerei, Aquarelle, Radierungen


Anlässlich der Vollendung des achten Lebensjahrzehntes Günter Horlbecks präsentieren wir ab 6. Oktober eine Ausstellung mit ausgewählten Werken, wie sie in diesem Umfang in Dresden noch nicht zu sehen war.
Günter Horlbecks Weg führte von Leipzig nach Dresden, über die Grafik kam er zur Malerei. In der Auseinandersetzung mit dem Expressionismus und der klassischen Moderne hat der 1927 in Reichenbach im Vogtland geborene Horlbeck in den fünf Jahrzehnten seines künstlerischen Arbeitens eine ganz eigenständige Bildsprache gefunden, zwischen Figuration und Abstraktion, im spannungsreichen Wechselspiel rhythmischer Linien und klangvoller Farbigkeit.
Sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig beendete Günter Horlbeck 1951. Ein Jahr später wurde der gerade 25jährige in die neugegründete Abteilung Grafik an die Dresdner Hochschule für Bildende Künste berufen und blieb, ab 1967 als Professor für Grafik und ab 1979 als Professor für Malerei/Grafik, bis 1994 an der Brühlschen Terrasse. In vier Jahrzehnten prägte Horlbeck nicht nur zahlreiche Studierende, sondern entwickelte auch seine eigene künstlerische Handschrift. Zu seinem vielgestaltigen Œuvre gehören psychologische Porträts in tonalen Farbklängen, stark farbige Bilder mit Kunstfiguren und geometrischen Segmenten und phantasiereiche, abstrakte Kompositionen reiner Farbflächen.
Mit unserer Präsentation seiner Malerei sowie ausgewählter Aquarelle und Radierungen der früheren Schaffensjahre stellen wir den in Leipzig lebenden Künstler am Ort seiner ehemaligen Tätigkeit in einer konzentrierten Werkschau aufs Neue vor.




Günter Horlbeck
Dolomiti (nach 1. Italienreise), 1991,
Öl auf Leinwand, 140 x 130 cm









1. November 2007 bis 3. Februar 2008

Neue Galerie: »Queequegs Landgang« – Malerei von Matthias Kistmacher

In der Reihe Neue Galerie stellen wir ausgewählte Einzelpositionen, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.


Auf den ersten Blick gehören die Gemälde von Matthias Kistmacher zur sogenannten „Medienmalerei“, einer Malerei, die sich hinter der Oberfläche gegenständlicher Darstellungen vor allem mit den Bildübermittlungsmedien Film, Fernsehen und Fotografie auseinandersetzt. Damit steht der Künstler in einem Kontext, der sich zum Teil aus seiner Entwicklung herleiten lässt. An der Dresdner Kunsthochschule studierte er zeitlich parallel zu Künstlern wie Thoralf Knobloch und Eberhard Havekost.
Mit der Kamera geht Matthias Kistmacher auf die Suche nach „übersehenen“ Situationen in seiner alltäglichen Umgebung. Sein Motivspektrum kann man als „das Besondere im Alltäglichen“ zusammenfassen: nächtliche Landschaften, Objekte in Bewegung, Schiffe an Land. Sich selbst sieht der Künstler als beobachtenden Außenseiter – in dieser Hinsicht vielleicht auch vergleichbar dem Harpunier Queequeg in Hermann Melvilles Roman „Moby Dick“.
Bei der Inszenierung der Fotovorlagen für seine Malerei macht sich Matthias Kistmacher im Besonderen die Möglichkeiten der Manipulation digitaler Bilder zu Nutze. Sein Umgang mit den fotografischen Aufnahmen gleicht der Handhabung von Skizzen und Studien in der klassischen akademischen Malerei. Das Ergebnis der komplexen Bearbeitungs- und Konstruktionsprozesse strukturiert der Künstler auf der Leinwand noch einmal komplett neu bei dem Versuch, den dargestellten Dingen mit den Mitteln der Malerei ihre Materialität zurückzugeben und malerische Formulierungen für komplizierte Texturen und Lichtverhältnisse zu finden. Eine Folge seiner aktuellen Arbeiten, entstanden innerhalb des letzten Jahres, zeigen wir bis zum 3. Februar in unserem Projektraum „Neue Galerie“.
Matthias Kistmacher wurde 1963 in Guben geboren. Von 1987 bis 1992 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und war von 1992 bis 1994 Meisterschüler bei Prof. Claus Weidensdorfer und Prof. Horst Schuster. Matthias Kistmacher lebt und arbeitet in Dresden.




Matthias Kistmacher, Pylon, 2007. Öl, Tempera und Acryl auf Leinwand, 130 x 140 cm








Neu in unserer Sammlung

Eine Schenkung des Freundeskreises der Städtischen Galerie, Atelierbegegnungen e.V.

Der Freundeskreis der Städtischen Galerie Dresden, Atelierbegegnungen e.V. erwarb für un-sere Sammlung eine Kreidezeichnung von Otto Dix aus dem Jahr 1930, die den damaligen wissenschaftlichen Direktor des Deutschen Hygiene-Museums Dr. Martin Vogel zeigt. Dix lernte Vogel wohl 1927 in Zusammenhang mit einem Wandbildauftrag für das Restaurant des Hygienemuseums kennen. Dort stellte der Künstler den „Bau des Hygienemuseums“ dar, flankiert von Porträts der Museumsdirektoren und des Architekten Wilhelm Kreis. Ein in der Hamburger Kunsthalle befindlicher Karton für das Wandbild zeigt Dr. Vogel in der selben Haltung wie unsere Porträtzeichnung. Auch von Wilhelm Kreis schuf Dix eine mit seiner Darstellung im Wandbild vergleichbare Porträtzeichnung, wohl, wie auch das Porträt Vogels, eine Replik für den Dargestellten. Das Wandbild fiel 1933 einer nationalsozialistischen „Säuberungsaktion“ zum Opfer. Dr. Vogel verließ im selben Jahr das Museum und ließ sich als Arzt in Dresden nieder. Dix‘ Zeichnung blieb nach Vogels Tod 1947 im Besitz der Familie Vogel und wurde von seiner Tochter, Frau Dr. Annemarie Vogel, veräußert.


Otto Dix, Bildnis Dr. Martin Vogel, 1930, Kreide, 66,4 x 53 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009








28. Juni bis 14. Oktober 2007

Neue Galerie: Ernst Bursche – zum 100. Geburtstag

Ernst Bursche wurde am 27. Juli 1907 in Carlsberg in der Oberlausitz geboren. Er studierte bei Otto Dix an der Dresdner Kunstakademie, war Mitglied der Assoziation Revolutionärer bildender Künstler Deutschlands und der Dresdner Sezession 1932. 1933 wurde er von der Akademie ausgeschlossen und wegen seiner politischen Betätigung kurzzeitig in Haft genommen.
In den 1950er Jahren unternahm Bursche ausgedehnte Reisen, u.a. auf die Insel Ischia im Golf von Neapel, wo er sich nach seiner Übersiedlung nach Westdeutschland auch niederließ. 1989 starb er in Düsseldorf.
Ernst Bursches frühe Arbeiten sind vom Geist der Dix-Schule geprägt, hauptsächlich arbeitete er mit den Themen Akt und Porträt. Otto Dix` Unterweisungen in Mal- und Zeichentechnologien der Alten Meister folgend, entwickelte er ein starkes Interesse für die künstlerische Tradition, besonders für die italienische Renaissance. Seine Kunst war vom Streben nach dem Schönen, von einem Hang zur Romantik und Harmonie geprägt. In der zweiten Hälfte der 1930er Jahre wandte sich Ernst Bursche bei Reisen ins Riesengebirge und in die Alpen zunehmend auch der Landschaftsdarstellung zu, die bestimmend für sein Spätwerk werden sollte. Auf Ischia stand die eindrucksvolle Insellandschaft und das Stillleben für ihn im Mittelpunkt.
Gezeigt werden Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen, die zum größten Teil aus dem Nachlass des Künstlers stammen. Ernst Bursches Dresdner Zeit steht dabei im Zentrum der Betrachtung.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog (siehe Publikationen).


Ernst Bursche, Zwei Carlsberger Mädchen, 1933, Öl auf Leinwand auf Sperrholz, 100 x 60 cm
Nachlass Ernst Bursche









24. Mai bis 2. September 2007

»Learning from Moscow – Positionen aktueller Kunst
aus Moskau« Zeichnungen, Installationen, Videos, Fotografien, Gemälde und Skulpturen


Innerhalb des letzten Jahrzehnts hat sich die russische Hauptstadt zu einem lebendigen und interessanten Zentrum der zeitgenössischen Kunst auf Augenhöhe mit den Metropolen des Westens entwickelt. Als kommunales Kunstmuseum gibt die Städtische Galerie einen Einblick in die vielschichtige Kunstszene der Stadt Moskau und einige ihrer aktuellen Tendenzen.
Den Schwerpunkt bilden Arbeiten, die sich direkt mit gegenwärtigen globalen Fragen und den enormen gesellschaftlichen Veränderungen im heutigen Russland auseinandersetzen.

Im Gegensatz zum intellektuellen Moskauer Konzeptualismus der 1980er Jahre suchen die Künstler heute zunehmend Formen des direkten Dialoges mit dem Sozialen und dem Alltäglichen. Spezifisch russische Themen wie neue Armut und neuer Reichtum, die veränderte Rolle der Kunst in der Gesellschaft und im Kontext des Kunstmarktes sowie alte und neue Helden werden ebenso häufig ins Visier genommen wie Schönheitskult oder Technik-Wahn. Beißende Ironie sticht dabei als auffällige Gemeinsamkeit vieler künstlerischer Strategien hervor.

Gezeigt werden Zeichnungen, Installationen, Videos, Fotografien, Gemälde und Skulpturen von Victor Alimpiev, der Gruppe AES, Elena Berg, der Gruppe „Blaue Nasen“, Vladimir Dubossarski & Alexander Vinogradov, Irina Korina, Valery Koshlyakov, Oleg Kulik, Konstantin Latyshev, Igor Makarevich und Elena Elagina, Vladislav Mamyshev-Monroe, Boris Michailov, Boris Orlov, Aidan Salachova, Alexander Savko und Natasha Struchkova.

Die Ausstellung soll den Auftakt für eine lockere Reihe künstlerischer Porträts international wichtiger Orte der zeitgenössischen Kunst bilden. Dank gilt unseren Förderern, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Mercedes-Benz Niederlassung Dresden und dem Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart.

Es erscheint ein Katalog im Nicolai-Verlag (siehe Publikationen).




Künstlergruppe: Die Blauen Nasen
The Candle of our Life, 2004, C-Print
Courtesy Galerie Guelman, Moskau









2. März bis 17. Juni 2007

Neue Galerie: »Meisterklasse!
Mira Bergmüller, Stefanie Bühler, Britta Jonas und Susanne Starke«, Skulptur von Meisterschülern Martin Honerts


In der Reihe Neue Galerie stellen wir ausgewählte Positionen zeitgenössischer Kunst, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.


Parallel zur Ausstellung „Martin Honert“ in der Kunsthalle im Lipsiusbau zeigen wir Arbeiten von vier jungen Bildhauerinnen, die im Bereich der figürlichen Skulptur arbeiten und weder in ihren Arbeitsweisen noch hinsichtlich der Materialien oder im Umgang mit der Farbigkeit ihrer Skulpturen die Beziehung zur künstlerischen Haltung ihres Lehrers verleugnen. Eine wichtige Rolle spielt für die Künstlerinnen das Erzählerische – Fragen von Identität, Alltag und Kunstgeschichte.

Wo sich Mira Bergmüller mit der traditionellen christlichen Ikonografie von Andachts- und Heiligenfiguren auseinandersetzt, entzündet sich die bildnerische Phantasie von Susanne Starke an literarischen Schilderungen und an grotesken Bilderfindungen mittelalterlicher Buchmalerei, die sie greifbar in Szene setzt.
Stefanie Bühler verdichtet Naturprozesse, Zeit und Raum, setzt alltägliches Leben zu elementaren Naturerscheinungen in Beziehung und gibt beides modellhaft realistisch wieder.
Britta Jonas findet ihre Inspirationsquellen in Techniken und Motiven der Volkskunst. Ihre zu komplexen Tableaus formierten Laubsägefiguren scheinen Szenen eines Schattentheaters zu folgen, doch das Spiel changiert zwischen Globalisierungskritik und der Welt des „Struwelpeter“, zwischen Folklore und Cyber-Realitäten.



Susanne Starke, Hop-Frog, 2005, verschiedene Materialien, Höhe ca. 200 cm
Courtesy Galerie Diskus, Berlin









2. Februar bis 22. April 2007

»Gegenwelten – Informelle Malerei in der DDR,
das Beispiel Dresden«, Malerei und Grafik


Die Ausstellung entstand als Kooperation des Marbuger Kunstvereins mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität Marburg unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Sigrid Hofer und widmet sich erstmals dem Dresdner Beitrag zum Phänomen Informel. Sie zeigt Formentwicklungen, die sowohl parallel zur westdeutschen Kunst, als auch im Austausch der Künstler mit dem Westen entstanden.

Das Informel war die wichtigste Strömung in der westdeutschen Kunst der Nachkriegszeit. Die ästhetische Eigenart des Informel besteht in der Ablehnung jeglichen Bildaufbaus. Dafür tritt der Malprozesses als spontaner Ausdruck emotionaler Befindlichkeit in den Vordergrund.
Trotz offizieller Verfemung der nichtgegenständlichen Kunst in der DDR entwickelte sich in den 1950er und 1960er Jahren besonders in der gut vernetzten Dresdner Kunstlandschaft eine lebendige Szene informeller Kunst. Diese hat in der Darstellung der Kunst der DDR bisher keinen angemessenen Platz gefunden, nicht zuletzt, weil viele Künstler ihr informelles Werk im Verborgenen ausführten. Eine offizielle Präsentation war seinerzeit unmöglich; die Werke konnten nur in privaten Galerien oder bei halbprivaten Veranstaltungen gezeigt werden.

Die Ausstellung stellt den weithin unbekannten Schatz wichtiger informeller Werkkomplexe Dresdner Künstler vor und soll dazu beitragen, einen bisher kaum wahrgenommenen Aspekt der gesamtdeutschen Kunstgeschichte ans Licht zu holen. Präsentiert werden Werke von Hans Christoph, Hermann Glöckner, Hans Jüchser, Edmund Kesting, Johannes Kühl, Herbert Kunze, Wilhelm Müller, Helmut Schmidt-Kirstein, Willy Wolff und Annemarie Balden-Wolff.

Die Ausstellung basiert auf den Ergebnissen eines Forschungsprojektes von Prof. Dr. Sigrid Hofer vom Kunstgeschichtlichen Institut der Philipps-Universität Marburg. Wir freuen uns, die Anfang 2006 bereits im Kunstverein Marbug präsentierte Schau mit einigen Veränderungen und Ergänzungen in der Städtischen Galerie Dresden zeigen zu können. Es liegt ein von Sigrid Hofer herausgegebener Katalog vor.



Hans Jüchser, Komposition in Rot und Schwarz, 1962, Aquarell, Tusche, Bleistift, 32 x 24,5 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009








1. Oktober 2006 bis 4. März 2007

»Jürgen Schön – Im Winkel«, Objektintervention in der Ausstellung zur Dresdner Kunst im 20. Jahrhundert

Die Arbeiten von Jürgen Schön zeichnen sich durch ihre außenseiterische Position aus. Seine fragilen Werke sind meist auf einfache Formen und Gegenstände reduziert, die der Gefühlswelt entsprungen zu sein scheinen und sich einer linearen Decodierung entziehen. Es sind selbständige Formfindungen, von nichts abstrahiert, anspielungsfrei und somit ohne Anhaltspunkte für eine narrative Deutung und Interpretation. Sein künstlerischer Ansatz zeigt Gemeinsamkeiten mit dem der „Arte Povera“.

Anlässlich der Verleihung des Käthe-Kollwitz-Preises der Akademie der Künste beschrieb man Jürgen Schöns Arbeit folgendermaßen: „Manchmal klein, fast schmächtig, vermögen die `Plastiken´ dennoch Raum um sich zu bilden. Anfangs fast unbemerkt, sind sie doch da. Sie lassen tiefes Ein- und Ausatmen zu, evozieren Innehalten, Geschlossenheit, Stille und Konzentration inmitten der von allen Seiten hereinprasselnden Geschwätzigkeit einer Spaßgesellschaft.“

In die Winkel des Ausstellungsraumes eingepasst, nehmen Jürgen Schöns Objekte direkten Bezug auf ihr Umfeld, ja erlangen erst in der Raumumgebung so etwas wie Vollständigkeit. Das „Handgeformte“ und die erdige Farbigkeit verweisen auf die Faktizität der rein weißen Wände und klaren Formen des Galerieraumes. Damit treten die Objekte in Dialog mit musealen Konventionen und üblichen Formen der Präsentation von Kunstwerken an der Wand oder im Raum.

Jürgen Schön wurde 1956 in Riesa geboren und ist als Bildhauer 1979 bis 1986 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden klassisch ausgebildet worden. 1989 wechselte er das Material und benutzt seitdem Papier und Karton für seine Plastiken und Objekte.












16. November 2006 bis 25. Februar 2007

Neue Galerie: »Eckehard Fuchs – Nachbilder«, Malerei

In unserer Projektreihe „Neue Galerie“ zeigen wir bis Ende Februar 2007 Gemälde von Eckehard Fuchs, die der in Dresden arbeitende Künstler in den letzten drei Jahren schuf.

Die künstlerische Strategie von Eckehard Fuchs besteht nach eigenem Bekunden darin, „seinen Nachbildern auf die Spur zu kommen“. Damit bezieht sich der Künstler auf ein Phänomen des Seh-Aktes: das Nachwirken von Netzhautbildern länger betrachteter Motive. Diese Umschreibung für eine subjektive und interpretierende Sicht manifestiert sich in den starken Farbkontrasten und vereinfachenden Formen seiner Malerei, aber auch in den Protagonisten seiner Bilder. Hinter deren häufig bizarren, übersteigerten Gesten und zuweilen wie rituell anmutenden Handlungen verbergen sich assoziative Verweise auf die Ebene von Moral und unausgesprochenen Gefühlen. Oft nehmen die Figuren Blickkontakt mit dem Betrachter auf, scheinen jedoch hoffnungslos in sich selbst versunken.

Bezüge der Malerei von Eckehard Fuchs finden sich in entlegenen Bereichen der Kunstgeschichte. So schöpft der Künstler aus der Expressivität romanischer Plastik und aus dem malerischen Welttheater der Gemälde von Pietro Longhi. Bisweilen formt er mit der Plakativität der politisch-realistischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Auch das Surreale und das zu ahnende aber nicht zu lösende Geheimnis spielt in seinen Bildern eine wichtige Rolle. Motive wie Umklammerungen, Verstrickungen, Verhüllungen, Masken und Maskierungen thematisieren veristisch überspitzt die Unsicherheit von Identitäten und diverse Kommunikationsdefekte im Geflecht zwischenmenschlicher Beziehungen.

Eckehard Fuchs wurde 1975 in Alzenau/Wasserlos geboren. Nach seinem Studium zum Kommunikationsdesigner an der Fachhochschule Darmstadt arbeitete er für eine Computerspielefirma. Von 1999 bis 2003 studierte er Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und war von 2003 bis 2005 Meisterschüler bei Prof. Ralf Kerbach. 2004 erhielt Eckehard Fuchs das Hegenbarth-Stipendium der Stadtsparkasse Dresden.



Eckehard Fuchs, Kämpfende, 2005,
Öl auf Leinwand









9. September 2006 bis 7. Januar 2007

»Conrad Felixmüller & Peter August Böckstiegel – Arbeitswelten«, Malerei und Grafik

Die Ausstellung führt erstmals zwei Künstler zusammen, die mehr miteinander verband als nur die gemeinsame Studienzeit an der Dresdner Kunstakademie. Peter August Böckstiegel und Conrad Felix Müller lernten sich 1913 als Studenten kennen und schlossen Freundschaft. Nach dem Krieg begann für beide Künstler eine intensive Schaffenszeit, in der sie die trotz unterschiedlicher Akzente und Tätigkeitsfelder in ihrer Hinwendung zum „einfachen Menschen“ ein gemeinsames Thema verfolgten. Während sich Böckstiegel in seinen Bildern der bäuerlichen Lebens- und Arbeitswelt zuwandte, wurde Felixmüller zum Chronisten des Lebens der Industriearbeiter. Die Stahlwerke und Zechen im Ruhrgebiet dienten seinen Werken als faszinierende aber auch bedrohliche Kulisse der harten Lebenswelt der Arbeiter. Auch Böckstiegels Bauernporträts aus seiner ländlichen Heimat zeigen keine Idylle: Ungeschönt kommt die Härte des Landlebens in den Physiognomien der Menschen zum Ausdruck. Die Werke beider Künstler zeigen jedoch immer auch Momente von Glück und Geborgenheit. Wichtige Themen sind für Böckstiegel und Felixmüller die Gemeinschaft der Familie und Freunde ebenso wie die unverletzbare Würde der Menschen gewesen.

Über die Gemeinsamkeiten der künstlerischen Ideen und Anliegen, aber auch über das Trennende, bietet die Ausstellung einen konzentrierten Überblick. In ihrem Zentrum steht die reiche Schaffenszeit beider Künstler in den späten 1910er und den 1920er Jahren. Bielefeld und Dresden sind ideale Partner für dieses Projekt, denn beide Städte haben ihre besondere Bedeutung im Leben der Künstler gehabt. Wir freuen uns deshalb, die von der Kunsthalle Bielefeld initiierte Ausstellung in Dresden als erste zeigen zu dürfen.


Peter August Böckstiegel, Bildnis des Malers Conrad Felixmüller, 1914, Öl auf Leinwand
Westfälisches Landesmuseum für Kunst
und Kulturgeschichte Münster









Neue Galerie
11. Mai bis 29. Oktober 2006: Ralf Hellmann, „Arbeiterbilder“, Malerei


In der Reihe „Neue Galerie“ stellen wir ausgewählte Positionen zeitgenössischer Kunst, Neuerwerbungen, Restaurierungsprojekte und Entdeckungen aus unserer Sammlung vor.

Ralf Hellmann wurde 1961 in Wuppertal geboren. 1992 kam er nach Dresden und studierte hier bis 1998 an der Hochschule für Bildende Künste. Gegen den damaligen Trend der Zeit hielt er während des Studiums an seinem Interesse für figürliche Malerei fest. Ralf Hellmann lebt und arbeitet in Dresden. Er ist nicht nur Maler und Bildhauer, sondern konzipiert auch Kunstwerke für den öffentlichen Raum und nutzt das Internet für künstlerische Projekte (www.gemutlichkeit.de). Mit seiner künstlerischen Position hält er die Balance zwischen zwei Polen: konzeptuellen Ansätzen und gegenständlicher Malerei, die entsprechend seiner Ausbildung auch als Auseinandersetzung mit der künstlerischen Tradition Dresdens zu verstehen ist.
Wichtige Themen seiner Malerei sind aktuelle Veränderungen und Neudefinitionen von Grundbegriffen wie Arbeit, Geld, Religion und Eigentum, betrachtet aus der Perspektive des Künstlers, der dabei auch die Sinnhaftigkeit und die Relevanz seines eigenen Tuns befragt. Seine „postsozialistischen Arbeiterbilder“ zeigen Personen wie Politiker, Manager und Medienvertreter bei der Ausübung ihrer Berufe. Deren sichtbare Tätigkeiten unterscheiden sich wesentlich von geläufigen Vorstellungen der Arbeit. Die Bilder davon werden so zu Zeichen einer strukturellen gesellschaftlichen Veränderung.











Neu in unserer Sammlung

Eine Schenkung aus den USA

Kaum zu glauben, aber wahr! Das junge Kunstmuseums der Stadt Dresden
ist bis in die Vereinigten Staaten von Amerika bekannt geworden. Und offensichtlich haben nicht nur die Dresdner auf die Städtische Galerie gewartet, sondern auch die Kunstliebhaber aus Übersee. Denn - Anfang Juli erhielten wir eine interessante Schenkung aus den USA. Die große Klimakiste, die unser Museum ereichte, enthielt elf gerahmte Arbeiten auf Papier aus den Jahren 1905 bis 1947. Zehn der grafischen Arbeiten stammen von der Hand Johannes Dellis, die elfte Arbeit ist ein großes Aquarell von Johannes Ufer. Johannes Delli begann 1907 sein Studium an der Kunstgewerbeschule in Dresden und setzte es bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges an der Kunstakademie fort. Er lernte u.a. im Meisteratelier von Carl Bantzer.
Nach 1918 schuf Johannes Delli z.B. in Freital die Ausgestaltung des Rathaussaales. Aufgrund einer Kriegsverletzung und der wirtschaftlichen Repression setzte Delli seinen Weg nicht als freier Künstler fort, sondern wurde Kunstlehrer. Johannes Ufer war Meisterschüler bei Gotthard Kuehl und ist in Dresden kein Unbekannter.

Die Kunstwerke aus der Schenkung sind ein schönes Beispiel für die Vielzahl der künstlerischen Handschriften und für die hohe Qualität des kulturell-künstlerische Klimas im damaligen Dresden. Wir möchten auf diesem Wege dem Schenkgeber, der nicht genannt werden möchte, ganz herzlich für diese großzügige Gabe danken. Die Sammlung der Städtischen Galerie ist auf diese Weise um einen „Mosaikstein“ im großen Bild der Überlieferung aus den 1920er Jahren reicher geworden.


Johannes Delli, Bauernmädchen, 1922, Pastell, ca. 27,5 x 26 cm, Schenkung aus Privatbesitz, USA








1. DREWAG-Preis für Gegenwartskunst 2006

vom 1. Juni bis 13. August 2006: Sebastian Hempel, „Strom“,
Installationen und kinetische Objekte


In der Preisträgerausstellung zum DREWAG-Preis für Gegenwartskunst stellt Sebastian Hempel neue raumbezogene Installationen sowie einige seiner kinetischen Objekte vor. Der Ausstellungstitel verweist auf den kleinsten gemeinsamen Nenner der Werke des Künstlers: Strom ist die elementare Grundlage der künstlerischen Auseinandersetzung des Künstlers im Umgang mit Bewegung, Licht und unserer Wahrnehmung. Er verbindet dabei konzeptionelle Ansätze der Op Art und Kinetischen Kunst mit Installationen im Raum. Seine Arbeiten zielen programmatisch auf die Irritation räumlicher Wahrnehmung und sinnlicher Erfahrung. Einen Überblick über Sebastian Hempels Schaffen der letzten sieben Jahre wird als filmische Dokumentation vorgestellt.
Sebastian Hempel wurde 1971 in Dresden geboren. 1987 bis 1990 absolvierte er eine Lehre als Steinbildhauer. Von 1993 bis 2000 studierte er Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, zuletzt als Meisterschüler von Prof. Ursula Sax. Künstlerische Arbeiten von ihm waren in Dresden beispielsweise 2004 in der Galerie Baer zu sehen. Seit ihrer Eröffnung im Juli 2005 zeigt die Städtische Galerie Dresden im Treppenhaus des Landhauses sein Lichtobjekt „Lüster“. Weiter schuf er u.a. verschiedene Kunstwerke am Bau, wie z.B. im Max-Planck-Institut auf der Nöthnitzer Straße und im Neubau der Fakultät Informatik der TU Dresden. Auch auf der Landesgartenschau in Oschatz ist Sebastian Hempel mit einer Installation vertreten.











10. Februar bis 7. Mai 2006

»Willy Wolff zum Hundertsten«
Malerei, Collagen, Zeichnungen, Walzungen und Monotypien, Objekte


Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.


Die zweite Sonderausstellung der Städtischen Galerie ist dem Schaffen des Dresdner Künstlers Willy Wolff gewidmet. Sie findet aus Anlass seines einhundertsten Geburtstages am 5. 7. 2005 statt.

Die Ausstellung bringt eine Wiederbegegnung mit Kunstwerken, die sich heute in vielen Museen befinden, darunter in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Nationalgalerie Berlin, dem Museum der Bildenden Künste Leipzig, der Galerie Moritzburg Halle oder den Brandenburgischen Kunstsammlungen Cottbus. Darüber hinaus zeigt sie wichtige Werke aus privaten Sammlungen sowie dem Nachlass und Archiv des Künstlers.
Die Ausstellung würdigt Willy Wolff als einen der wichtigsten Vertreter der älteren Künstlergeneration in der DDR, deren künstlerische Wurzeln in die 1920er Jahre zu Otto Dix und dem Verismus zurück reichen. Geboren 1905 in Dresden, studierte er von 1927 bis 1933 an der Dresdener Kunstakademie. Seine wichtigsten Lehrer waren Richard Müller und Otto Dix. Nach 1933 folgte für den Kommunisten Willy Wolff Ausstellungs- und Verkaufsverbot und von 1940 bis 1945 Kriegsdienst.
Nach dem fast vollständigen Verlust seines Frühwerks am 13. Februar 1945 schuf Willy Wolff bis zu seinem Tode 1985 in Dresden ein umfangreiches zeichnerisches und graphisches, malerisches und plastisches Œuvre. Insbesondere seine Beiträge zur surrealen Zeichnung und zur Pop-Kunst sind innerhalb der DDR-Kunst singulär. Bezogen auf die Pop Art in England und Westeuropa können Willy Wolffs großformatige Malereien als ein zeitgleich entstandener – bedingt durch die politischen Verhältnisse jedoch im Westen unbekannt gebliebener – Beitrag zur Europäischen Pop Art gelten. Der Vielseitigkeit dieses Künstlers will die Ausstellung in fünf Werkgruppen gerecht werden.


Willy Wolff, Kölner Reliquiar, 1968, Öl auf Hartfaser, 125 x 61 cm, Vermächtnis Ursula Baring, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009








3. Februar bis 9. April 2006

„sehen, was da ist“ – Menschenbilder von Dix und anderen
aus der Sammlung Frieder Gerlach


Nach der erfolgreichen Präsentation in Gera im Jahre 2003 zeigt die Städtische Galerie Dresden vom 3. Februar 2006 bis 9. April 2006 etwa 95 Arbeiten aus der südwestdeutschen Privatsammlung Frieder Gerlach. Ergänzt wird die Ausstellung durch ausgewählte Werke der Kunstsammlung Gera und der Städtischen Galerie Dresden.
Otto Dix wirkte von 1927 bis 1933 an der Dresdner Kunstakademie als Professor für Malerei. Für ihn war der Mensch, speziell das Porträt, ein zentrales Thema. Auch die Ausstellung konzentriert sich vollständig auf die Darstellung des Menschenbildes. Um einige Arbeiten von Otto Dix reihen sich die Werke seiner Schüler, von Freunden und Künstlern, die ihm nahe standen.
Es erwarten Sie unter anderem Arbeiten von:
Max Ackermann, Max Beckmann, Ernst Bursche, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Heinz Hamisch, Ernst Hassebrauk, Hans Körnig, Paula Lauenstein, Curt Querner, Hans Theo Richter, Kurt Sillack, Erika Streit.

Der Katalog zur Ausstellung (36 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Text von Hans-Ulrich Lehmann und Holger Peter Saupe) ist im Museumsshop der Städtischen Galerie zum Preis von 7,00 Euro erhältlich.


Friedrich Bochmann, Paar, 1929,
Farblithographie, Sammlung Frieder Gerlach









Aus Florenz nach Elbflorenz

Kurz vor der Eröffnung durfte die Galerie mehrere Werke Roland Hettners als Schenkung von der Familie des Künstlers entgegennehmen. Zwar stammen die Werke von Roland Hettner nicht aus Florenz, aber der Künstler wurde dort vor 100 Jahren geboren.

Sein Vater, Otto Hettner, kehrte 1913 mit der Familie in seinen Geburtsort Dresden zurück und lehrte an der Kunstakademie. Dort studierte Roland Hettner selbst auch Malerei und war Meisterschüler bei Otto Dix.

Seine Kunst, in der man den Einfluss seines Lehrers Otto Dix sehen kann, wurde von den Nationalsozialisten als „entartet“ angesehen. 1936 wurde er mit Mal- und Ausstellungsverbot belegt. Er emigrierte mit seiner jüdischen Frau und kehrte nach Italien zurück, wo seine Enkel bis heute leben. Dort sind auch die Werke entstanden, die nun die Sammlung der Städtischen Galerie bereichern. Sie zeugen von der Entsagung und den Erfahrungen, die der Künstler in den Kriegszeiten und während der Emigration machen musste.

Die städtische Kunstsammlung hat durch die Aktion „Entartete Kunst“ der Nationalsozialisten viele bedeutende Werke der klassischen Moderne verloren. Mit dieser Schenkung wird die große Lücke etwas verkleinert und wir freuen uns, in der Eröffnungsausstellung ein Werk von Roland Hettner neben Gemälden seines Vaters und seines Lehrers Otto Dix präsentieren zu können.











3. Juli 2005 bis 8. Januar 2006

Die Eröffnung. 200 Jahre Kunst in Dresden

Die Eröffnungsausstellung der Städtischen Galerie gibt einen ersten Einblick in die reiche Kunstsammlung der Stadt, deren Schwerpunkt im 19. und 20. Jahrhundert sowie in der Gegenwartskunst liegt. Vorgestellt werden 187 Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier von etwa 150 Künstlern, darunter Caspar David Friedrich, Gotthardt Kuehl, die Künstler der BRÜCKE, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Curt Querner, Hans Grundig, Hermann Glöckner, Willy Wolff, Strawalde, A.R. Penck, Hubertus Giebe, Angela Hampel, Max Uhlig, Thomas Scheibitz, Eberhard Havekost und Sophia Schama. Ein besonderer Raum ist der Dresdner Sammlerin Ursula Baring gewidmet, welche eine der bedeutenden privaten Kunstsammlungen der jüngeren Zeit in Dresden mit Werken von Otto Gussmann, Ernst Barlach, der Dresdner Avantgarde der 1950er und 1960er Jahre bis hin zur jungen Künstlergeneration der 1990er Jahre aufbaute. 2002 starb die Sammlerin. Durch ihr Vermächtnis übergab sie die Sammlung geschlossen an die Städtische Galerie.
In einer Videolounge können Besucher Filmbeiträge über Künstler, die in der Ausstellung vertreten sind, auswählen und ansehen.


Blick in die Ausstellung im Westflügel der Galerie mit Werken von Wilhelm Georg Ritter, Robert Sterl, Walter Sintenis, Otto Altenkirch und Ferdinand Dorsch



Ausstellung im Ostflügel der Galerie mit Werken der Gegenwartskunst von Thomas Scheibitz, Karl-Heinz Adler, Martin Borowski, Frank Nitsche, Charlotte Sommer-Landgraf und Sophia Schama




Die Galerie ist eröffnet!

Am 2. Juli 2005 eröffneten der Dresdner Oberbürgermeister Ingolf Roßberg und, als Vertreter des Freistaates Sachsen, Ministerialrat Dr. Hans-Werner Schleicher vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst die Städtische Galerie, das neue Kunstmuseum Dresdens. 1.033 Besucher hatten sich im historischen Treppenhaus des Landhauses versammelt und nahmen die Gelegenheit wahr, als Erste die neuen Ausstellungsräume und die Ausstellung Die Eröffnung. 200 Jahre Kunst in Dresden in Augenschein zu nehmen. Christoph Tannert vom Künstlerhaus Bethanien in Berlin hielt den Festvortrag.

Dank der Ausschmückung des Abends durch Hilton Catering, die Freiberger Brauerei und das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth trat die Galerie mit einem rundum gelungenen Fest an die Öffentlichkeit. Pünktlich zur Eröffnung konnte auch der Galerieführer des Prestel Verlages präsentiert werden. Am Sonntag den 3. Juli folgten über 600 Besucher der Einladung zu freiem Eintritt in die Ausstellung und nahmen damit den neuen Ort für die Kunst in Dresden in Besitz.

Wir danken noch einmal all denen, die uns auf dem langen Weg bis zur Eröffnung unterstützt haben und freuen uns auf viele Besucher.


Die Eröffnungsrede von Dr. Gisbert Porstmann, Leiter der Galerie, im gut gefüllten Treppenhaus des Landhauses



Die ersten Besucher im Ostflügel der Galerie




Baustelle Städtische Galerie

Unter der Verantwortung des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden wurde von 2003 bis April 2005 im Landhaus der Um- und Ausbau der Ausstellungsräume für die Städtische Galerie vorgenommen.

Die Etage wurde bis auf den Rohbau entkernt und nach Planung der Architekten Klinkenbusch & Kunze von Grund auf saniert. Dazu gehörte unter anderem der Einbau einer Klima-Anlage und eines komplexen Deckenbeleuchtungs-Systems sowie das Verlegen von Eichenparkett.
In beiden Ausstellungs-Sälen wurde ein mobiles Stellwand-System eingebaut. Mit diesem lassen sich die raumbestimmenden Stützpfeiler verbinden, darüber hinaus ermöglicht es aber auch flexible Einbauten von Wänden für verschiedenste künftige Ausstellungen.

Wir danken allen am Bau Beteiligten für Ihre Arbeit und ihren Einsatz bei der Bewältigung nicht vorherzusehender Probleme!


In den Ausstellungssälen wurde neuer Bodenestrich aufgebracht. Die ersten Module der Deckenbeleuchtung im Westflügel sind installiert.



Ausstellungsraum mit neu verlegtem Parkett




August 2004

Stadt • Kunst • Raum

Mit freundlicher Unterstützung der Altmarkt-Galerie konnte die Städtische Galerie auf die näher rückende Eröffnung des neuen Raumes für die Kunst in Dresden aufmerksam machen.

Für zehn Tage konnten sich Besucher der Altmarkt-Galerie in einer würfelförmigen Lounge mit Räumlichkeiten und Sammlungsprofil der Städtischen Galerie in einem eigens produzierten Filmtrailer vertraut machen. Die Filmsequenz gab nicht nur Einblick in den laufenden Umbau der Ausstellungsräume im Landhaus, sondern auch in den Galeriebestand von über 1.700 Gemälden, 800 Plastiken und 20.000 grafischen Blättern.

Ein zweiter Würfel war temporäres Atelier für die Dresdner Künstlerin Jana Morgenstern. Dort entstand innerhalb von zehn Tagen ein Kunstwerk auf der Grundlage der Scherenschnitt-Technik. Besucher hatten die Möglichkeit, dies mitzuerleben und auch aktiv daran teilzuhaben. Die Künstlerin stellte dem Besucherstrom in der Altmarkt-Galerie den Prozess der Entstehung eines Kunstwerkes dar und ließ sich dabei durch das Center und die Besucher inspirieren. So gesammelte Eindrücke verarbeitete sie in täglich wechselnden Aktionen. „Ausstellungen zeigen Ergebnisse. Den kreativen Prozess bis dahin für das Publikum sichtbar zu machen, ist doch spannend“ so die Künstlerin, die auch als Dozentin an der Technischen Universität Dresden arbeitet.











Oktober 2003

Das erste Kunst- und Partyevent im Landhaus Dresden

Zum Baubeginn der Galerie öffneten wir das Haus zum ersten Mal.
Marc Deggeller konzipierte speziell für die Baustelle eine räumlich-akustische Installation zum Thema Kunst und Arbeit:

„yellow room and yellow pictures“

setzte sich mit dem Wandlungsprozess des Museums auseinander und verknüpfte die beiden zukünftigen Ausstellungsräume in der ersten Etage durch eine Installation. Im Zentrum des einen Raumes stand ein geschlossener Kubus aus gelben Schalungsbrettern. Einzelne Bretterflächen waren von Baumaschinen ausgeschnitten und ließen Öffnungen nach Außen entstehen, im Raum lärmten Baugeräusche. Die ausgeschnittenen Segmente wurden im anderen Ausstellungsflügel als Bildflächen definiert und an ihren ursprünglichen Positionen aufgehängt. Hinterlegt mit dem Geschrei von Neugeborenen behaupteten sie sich als rudimentäre Kunstwerke. In der neuen Raumanordnung bildeten sie wieder ein Ganzes und wurden so zum Kunstraum.

Zur Vernissage präsentierten Vivito Events & die pussytotalbar

„SwinginGallery“

mit Dj Clé, Honix und Electroberto. Für das leibliche Wohl sorgte DIVINO – Wein & Catering. Der Erfolg dieses Experimentes bestärkt uns für die Zukunft: Über 500 Besucher kamen in dieser einen Nacht in das Landhaus, um zu feiern und verließen es erst im Morgengrauen.

Vernissage und Party fanden am 11. Oktober 2003 statt.


Teilansicht der Installation „yellow room and yellow pictures“ von Marc Deggeller.



„SwinginGallery“
Oktober 2003