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Projekt: Grafische Sammlung
Neuordnung und Aufarbeitung der grafischen Sammlung
der Städtischen Galerie
Mit ihrer Gründung hat die Galerie eine grafische Sammlung mit ca. 20.000 Werken übernommen. Aus dem Besitz des Kulturamtes der Stadt kam ein Konvolut mit ca. 5.000 Blättern hinzu.
Um diesen Bestand der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist eine generelle Sichtung, Neuordnung und restauratorische Bearbeitung notwendig. Mit Unterstützung der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen wird dieses Projekt seit 2005 intensiv betrieben.
Das Hauptproblem ist die fehlende Montierung von ca. 80% der Werke.
Jede Nutzung ist so zwangsläufig mit der direkten Berührung des Blattes verbunden und wird zum konservatorischen Risiko. Da die Galerie über keine eigene Restaurierungswerkstatt verfügt, müssen alle Arbeiten von freiberuflichen Restauratoren durchgeführt werden. Seit 2005 konnten dank der Unterstützung durch die Landesstelle für Museumswesen etwa 1.500 Blätter restauratorisch bearbeitet und konservatorisch unbedenklich aufbewahrt werden.
Die Firma Klug Conservation entwickelte einen speziellen Karton, der einheitlich für alle Werke der Sammlung Anwendung findet. Dieser entspricht den Präsentationsanforderungen an Druckgrafik wie an Zeichnungen und an Werke der alten Kunst wie an zeitgenössische Arbeiten. Kartons und Passepartouts werden nun von der Firma Klug maschinell gefertigt, was gegenüber der manuellen Fertigung eine Kostenersparnis von etwa 20% sowie eine Beschleunigung der Arbeitsabläufe der Restauratoren bedeutet.
Die restauratorische Arbeit konzentriert sich auf die Aufarbeitung zur künftigen Präsentation und Lagerung. Alte Montierungen sind zu lösen und die Blätter neu aufzulegen. Schäden durch unsachgemäße Lagerung werden beseitigt, die Blätter werden gereinigt und geglättet. Weitere Schäden werden diagnostiziert und nach Dringlichkeit notwendiger Restaurierungsmaßnahmen geordnet. Bearbeitete Werke und diagnostizierte Schäden werden fotografisch dokumentiert.
2007 wird im Landhaus ein neues Depot für die grafische Sammlung eingerichtet. Die Galerie eröffnet dann einen Studienraum, um die Bestände öffentlich zugänglich zu machen. Ziel ist, im Laufe des Jahres die Neuordnung und die digitale Erfassung der Sammlung abzuschließen. Etwa 2.000 Werke sollen restauriert und neu aufgelegt werden. Vorhandene Depotschränke müssen repariert und umgearbeitet werden.
Grundsätzlich werden Ausleihen für Ausstellungen zum Anlass genommen, Werke auf Papier aufzubereiten. Dabei wird eine Kostenübernahme durch die Leihnehmer angestrebt. |
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Im Rahmen einer Diplomarbeit an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart restaurierte eine angehende Papierrestauratorin ein Konvolut aus der grafischen Sammlung. Prof Banik (hinten) war bei der Übergabe dieser Arbeiten an Dr. Porstmann in Dresden dabei.


Papierrestaurator Carsten Wintermann bereitet die neue Montierung eines Blattes vor.




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